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Flash erzählt aus seinem Leben

Wie ich zu meiner neuen Familie kam


Leider weiß ich überhaupt nichts mehr über mein Leben und was alles passierte,
bevor man mich gefunden hat.
Oder sollte ich sagen: Zum Glück habe ich es vergessen...
Vielleicht wurde ich, wie viele meiner Freunde, mit Steinen beworfen, mit Füßen getreten, vielleicht musste ich furchtbar hungern und ums Überleben kämpfen, vielleicht bin ich nur knapp einem grausamen Tod in einem Tötungslager entkommen, ich weiß es nicht mehr.

Geboren wurde ich in Andalusien. Davon gehe ich aus, denn dort wurde ich in nicht gerade bestem Zustand aufgelesen und zu ALBA Madrid gebracht, wo man sich ganz liebevoll um mich kümmerte. Ich glaube, es war das erste Mal, daß mich Menschen nicht schlecht behandelten. Sie gaben mir sogar einen Namen, die Tierärzte konnten mein Geburtsjahr und den Monat feststellen und einen eigenen Pass bekam ich auch, sogar mit Bild.



Name: Raton Martos
Rasse: Bodeguero (Ratonero Bodeguero Andaluz)
Geb.: Juni 2008



Während ich bei ALBA gesundgepflegt und aufgepäppelt wurde, hatte mich die Tierschutzinitiative Odenwald e.V. schon auf ihrer Webseite unter "Zuhause gesucht" aufgenommen, wo mich auch wirklich jemand gefunden hat.
Doch leider konnten die beiden mich nicht nehmen, weil mein Kumpel "Osborne" seit Dezember schon dort wohnte. Also zeigten sie mich ihren Freunden, die später mal nebenan wohnen werden und sich dann sowieso einen Hund anschaffen wollten.

Dann ging alles ganz schnell. Am 26. Februar 2010 durfte ich in Madrid mit anderen Hunden zusammen in einen Transporter und die Fahrt ging los. Ich war ganz aufgeregt und der Abschied von den Menschen dort fiel mir schwer. Am Samstag morgen sind wir dann in Neustadt im Tierheim angekommen und wir durften uns nach der langen Fahrt endlich mal austoben.
Es war sehr kalt und da ich gerade den Zwingerhusten hinter mir hatte und noch leicht geschwächt war, hatte man mir einen Mantel angezogen, daß ich mich nicht erkälte.

Leider konnten mich meine neuen Menschen nicht direkt abholen, sie mussten arbeiten. Eine Mitarbeiterin der "HundeHilfe Pfalz" nahm mich dann mit zu sich nach Hause und brachte mich am Abend zu meiner neuen Familie.
Erst war ich ganz verunsichert, traute mich überhaupt nicht ins Haus, bis mein neues Frauchen mich streichelte und mir Mut zuredete.
Sie nannte mich "Flash", das bedeutet Blitz. Wahrscheinlich weil ich so schnell wie ein Blitz in ihr Leben reingeknallt bin...
Erst hab ich die Wohnung erkundet, alles beschnuppert und vor lauter Aufregung ist mir doch ganz aus Versehen ein kleines Malheur passiert...
Aber niemand hat mit mir geschimpft. Jeder war aufgeregt vor Freude und für meine Menschen war die Situation genauso neu wie für mich. Ich hatte noch nie ein richtiges Zuhause und meine Menschen hatten noch nie einen Hund.
Wir gewöhnten uns aber sehr schnell aneinander und nach ein paar Tagen waren wir alle schon ein gutes Team...

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Mein Leben in Deutschland


Die ersten 2 bis 3 Wochen hatte ich furchtbare Angst, daß mich meine neuen Menschen wieder weggeben, denn es war noch keine perfekte Adoption, sondern erst einmal nur ein Pflegevertrag, um zu sehen ob alles passt.
Um ihnen zu zeigen, wie sehr ich an Ihnen hänge, stand ich ständig parat (sie nannten es: Im Weg)
Ich schlief nicht sehr fest, um ja nicht zu verpassen wenn meine Menschen aufstehen. Dann rannte ich sofort hin und klammerte mich ganz fest an ein Bein, ließ nicht eher los, bis ich meine morgendlichen Streicheleinheiten hatte und die Bestätigung, mich nie mehr herzugeben!
Um Ihnen zu gefallen hab ich mich richtig angestrengt und schnell gelernt:
- ich darf mein Geschäft (weder groß noch klein) nicht in der Wohnung verrichten
- ich darf nicht auf die Couch (aber auf Frauchen´s Schoß)
- ich darf nicht ins Schlafzimmer und schon gar nicht auf´s Bett
- ich darf nichts vom Tisch klauen (nicht mal den Schraubverschluss der Senftube...)
- ich darf nichts kaputt machen, was nicht mir gehört (auch keine Schuhe)
- SIE LIEBEN MICH!!!

Natürlich befolge ich alle Regeln und meine Menschen danken es mir.
Sie gehn viel mit mir raus - in den Wald, zum Spielen, zu anderen Hunden, wir machen lange Spaziergänge und ich bekomme gaaanz viele Schmuseeinheiten und liebe Worte.
Im Sommer darf ich auch schwimmen gehn, das macht Riesenspaß, denn ich liebe Wasser - es darf nur nicht von oben kommen.
Bei Regen will ich nicht raus, schließlich jagd man bei so´nem Sauwetter keinen Hund vor die Tür!!!

A propos vor die Tür: Draußen in unserer Strasse darf ich auch spielen, ohne Leine, denn wir wohnen in einer Sackgasse und da fährt nur sehr selten ein Auto durch. Ich hab schnell gelernt wo mein "Spielrevier" endet.

Manchmal besuchen wir "Oma" und "Opa" die mich genauso lieben und auch immer für mich da sind. Wenn meine Menschen beide arbeiten, nimmt mich mein Frauchen mit in ihren Salon und "Oma" und "Opa" kommen mich zum "Gassigehen" abholen.
Das kommt aber höchstens zwei Mal in der Woche vor, denn mein Herrchen ist durch seine Schichtarbeit tagsüber oft daheim und dann bleibe ich bei ihm.
Aber wenn er mittags mit mir rausgeht, dann besuchen wir oft Frauchen auf der Arbeit weil wir uns ja sonst sooo lange nicht sehen würden...

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Mein Freund "Osborne"


Einer der schönsten Augenblicke in meinem Leben ereignete sich ein paar Tage nach meiner Ankunft bei meiner neuen Familie.
Wir fuhren mit dem Auto weg und sie sagten, ich darf jemanden besuchen.
Ich konnte mir nicht vorstellen, wen ich hier besuchen sollte, ich kannte ja keinen. Doch das sollte sich ändern!
Kaum waren wir ausgestiegen und auf ein großes Hoftor zugelaufen, das zu einem (fast) renovierten alten Bauernanwesen gehörte, hatte ich auch schon so ein gewisses Gefühl, so ein Kribbeln, ihr wisst schon...,
so einen Geruch in der Nase. Als wir hineingingen war die Freude riesig.
Da war noch so einer wie ich, auch aus Spanien von ALBA! Wir rannten aufeinander zu und wären wir Menschen gewesen hätten wir uns stürmisch umarmt und vor Freude geweint. So aber, haben wir uns aufeinandergestürzt, gespielt, geschmust, gekniffen und liebevoll gezwickt. Hundefreude eben...
Und als ich dann mitbekommen hab, daß wir auch bald da wohnen werden, war ich vor Freude gar nicht mehr zu bremsen. Wir haben den ganzen Abend gespielt, Osborne hat mir beigebracht wie man Treppen steigt und mir seinen Knochen geschenkt.
Seitdem treffen wir uns öfter zum Spielen und Toben und das Leben ist wunderschön!!!

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Der "Neue"


Das muß man sich mal vorstellen - wir fuhren 2 Stunden an einem wunderschönen Sonntag, an dem ich viel lieber im Wald gewesen wäre, nur um einen kleinen Hund zu besuchen, den ich nicht mal kannte. Ist das denn zu fassen?
Naja, dementsprechend war meine Stimmung, als wir bei ihm ankamen.
Bei dem Spaziergang, den wir dort machten, ging er mir auch schon ein bisschen auf den Keks. Ständig hing er an mir, wo ich doch damit beschäftigt war, die Umgebung zu erschnüffeln und nach Mäusen zu buddeln. Der konnte mich einfach nicht in Ruhe lassen.
Als wir dann später bei ihm zu Hause waren habe ich ihn mir dann doch mal genauer angesehn und mußte feststellen, daß er ja eigentlich ganz nett war und ich beschloß, ihn zu mögen. So haben wir dann über eine Stunde gespielt - was er so unter spielen versteht - und als wir gingen tat es mir doch ein bisschen leid, daß die Zeit schon um war.
Ich konnte ja nicht ahnen, daß ich ihn knapp eine Woche später schon wieder sehen würde.
Er besuchte mich in Speyer und ich war sehr überrascht, daß seine Menschen ohne ihn nach Hause gingen. Irgendetwas ging hier nicht mit rechten Dingen zu...
Auch das zweite Körbchen neben meinem kam mir seltsam vor. Der wollte doch wohl nicht hier einziehen???
Oh doch, er wollte und er tat es.
Da ist er nun: Nero, der kleine, ängstliche, zurückhaltende, pummelige, verschlafene Nero!
Was soll ich mit ihm anfangen? Er kann nicht richtig spielen, er schnarcht, liegt auf meinem Platz bei Frauchen auf der Couch, jeder, der ihn zum ersten Mal sieht, bestaunt ihn und ich komme erst an zweiter Stelle. Schrecklich!!!
Aber ich werde ihm schon noch seine Grenzen zeigen. Ein kleines Gerangel hier, ein Kämpfchen da, das wird schon...
Inzwischen ist er schon 2 Wochen hier und wir haben uns eigentlich sehr schnell zusammengerauft. Den Couchplatz bei Frauchen teilen wir uns, die Körbchen wechseln wir auch ab und zu, beim Futter klau ich ihm den Rest wenn meins schon alle ist und wir verstehn uns wirklich prima. Um ehrlich zu sein - ich bin froh, daß ich ihn habe, denn meine Menschen haben ja auch nicht so viel Zeit, daß sie den ganzen Tag mit mir spielen können und so hab ich wenigstens jemand zum Raufen. Das kann er schon recht gut und wenn ich´s mir genau überlege muß ich zugeben, daß ich ihn richtig lieb gewonnen hab! Es ist, als wäre er schon immer da gewesen...
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Wie ärgert man seine Menschen?


Ein Spruch von euch Menschen lautet: Nobody´s perfect! Das trifft auch auf uns Hunde zu. Es wäre ja furchtbar langweilig, wenn alles perfekt wäre, meint ihr nicht?
Ein paar kleine Macken dürfen wir Hunde doch haben...

1. Warte bis dein Mensch auf der Couch liegt und in einen leichten Schlaf gefallen ist.
    Dann spring auf ihn und leck ihm übers Gesicht. Seine sofortige Aufmerksamkeit ist dir sicher!
2. Will dein Mensch nicht in die selbe Richtung laufen wie du, dann bleib einfach wie angewurzelt stehn und beweg
    dich keinen Millimeter von der Stelle. Mal sehen wer zuerst aufgibt...
3. Wenn du nachts nicht schlafen kannst, dann versteck doch einen Schuh unter der Couch.
    Am nächsten Morgen darfst du dich aber nicht gleich blicken lassen....
4. Hast du ein Stück Banane bekommen, leg es einfach in den Flur.
    Es matscht sooo schön, wenn dein Mensch drauftritt...
5. Eine Karotte kannst du mit deinen Zähnen in ganz kleine Stückchen raspeln und in der ganzen Wohnung
    kleine Häufchen machen. Dein Mensch freut sich bestimmt über die schönen Farbtupfer auf dem Boden...
6. Wenn du mit deinem Ball spielst, lass ihn ständig unter die Couch rollen und dann heule und jammere wie verrückt.
    Du wirst erstaunt sein, wieviel Verrenkungen dein Mensch braucht, um den Ball da wieder vorzuholen.
7. Wenn du an einem Bach mal Wasser trinkst, dann laß dich einfach mal reinfallen und tu so, als ob
    du ertrinken würdest.
    Es ist herrlich zu sehn, wie dein Mensch fast ins Wasser krabbelt, um dich da wieder rauszuziehn!

Selbstverständlich werde ich euch über neue Ideen auf dem Laufenden halten, bis dahin seid lieb gegrüßt,
Euer Flash!
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