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Nero erzählt seine Geschichte

Mein Weg ins Glück


Über mein Leben in Spanien kann ich euch leider nicht viel berichten. Ich weiß nur noch, daß ich eines Tages, Ende 2010, sehr abgemagert und ängstlich bei SCOOBY Medina aufgenommen wurde. Aber mein ganzes Verhalten, meine Unsicherheit, meine Angst vor Menschen (vor allem Männern) und meine Reaktionen auf schnelle Bewegungen der Menschen, lassen vermuten, daß ich geschlagen und getreten wurde.
Ich war sehr dünn, als ich bei SCOOBY ankam, doch sie päppelten mich liebevoll wieder auf und arbeiteten mit mir, um meine Ängste abzubauen. Schließlich sollte ja ein vermittelbarer Hund aus mir werden.
Sie waren alle sehr sehr lieb zu mir, ich bekam auch einen Namen und einen eigenen Pass!
Sie nannten mich "Reno".


Name: Reno
Rasse: Bodeguero (Mix)
Geb.: 2009



Nach einiger Zeit war ich soweit, daß man mir ein Zuhause suchen konnte und das Schicksal meinte es gut mit mir.
Im Januar 2011 war eine Mitarbeiterin aus Deutschland bei Scooby und sie fand mich so toll, daß sie mich als Pflegehund nach Deutschland holen wollte, um mir bessere Vermittlungschancen zu geben.
Und so nahmen die Dinge ihren Lauf...

Am 11.02.2011 erhielt meine neue Chefin eine Mail mit folgendem Inhalt:








           Schau mal, was demnächst goldiges zu mir in Pflege kommt :-)







Ohhh, wie süß der guckt, zum Dahinschmelzen...
Nun, was soll ich sagen - ich war so gut wie vermittelt!
Am 27. Februar zog ich bei meiner Pflegestelle in Marburg ein, wo mich meine zukünftige neue Familie zusammen mit Flash am 13. März besuchte, um zu sehen, ob Flash und ich uns auch vertragen. Und wie!!! Ich fand ihn vom ersten Augenblick an ganz toll und hoffte wirklich, daß er mein großer Bruder wird.
Für die beiden Menschen setzte ich natürlich mein niedlichstes "Hab mich doch lieb" - Gesicht auf und die Chefin bekam sofort den "Ohhh, ist der aber süß"- Blick. Na, die hätte ich mal schon überzeugt!
Nachdem alles so gut geklappt hatte, plante meine Pflegefamilie einen Gegenbesuch für den 19. März in Speyer und wenn Flash mich in seinem Revier auch noch mag, dann darf ich sogar gleich bleiben und für immer bei ihm wohnen.

Meine neuen Chefs begannen zu Planen, denn es war ja schon ein Hund da und mit einem weiteren würde es doch etwas schwieriger werden.
Eine Zwischentür musste im Laden meiner Chefin eingebaut werden, sonst würden wir beide zwischen Frauchen´s Kunden rumtoben, in der Wohnung mußte noch Platz geschaffen werden für ein zweites Körbchen und einige Dinge wurden "hundesicher" versteckt.
Wie sich im Nachhinein herausstellte, hätten sie auch die Schuhe verstecken sollen und keine Taschen in Reichweite liegen lassen dürfen...

Mein großer Tag war gekommen, ich durfte Flash besuchen. Doch was mich dort erwartete hatte ich nie zu hoffen gewagt.
Wir trafen uns alle im Laden meiner Chefin, dann fuhren wir wieder ein Stück mit dem Auto. Ich traute meinen Augen kaum, als wir auf dem Bauernhof ankamen warteten dort schon Osborne und Lenny, auch Bodegueros aus Spanien, um mich zu begrüßen!!!
Erst mal wurde ich natürlich von allen beschnuppert und dann ging´s los.
Ein langer Spaziergang über Felder, in den Wald bis zum großen Wasser, ich konnte rennen und mich austoben wie schon lange nicht mehr.











Später gingen wir zu Flash nach Hause und es war für mich der schönste Tag, den es überhaupt geben konnte.
Ich durfte nämlich wirklich hier bleiben - für immer!!!
Während die Menschen den Papierkram erledigten, tobte ich mit Flash durchs Wohnzimmer und hoffte, daß er sich genauso über einen Bruder freute wie ich.
Jetzt blieb nur noch meinen Namen zu ändern, denn mein neues Herrchen wollte keinen Hund, der den Namen eines Schuhgeschäfts hatte...
Da ich auf "Reno" schon sooo gut hörte, wurde daraus dann einfach "Nero". Aber eigentlich spielt für mich der Name keine Rolle, ich renne sowieso immer zu meinen Menschen, egal was sie rufen. Ein leises "Komm" reicht schon aus. Selbst wenn sie Flash meinen, bin ich sofort zur Stelle!
Natürlich muß ich noch viel lernen, ich weiß noch nicht was man mit einem Ball macht, oder wie man mit Artgenossen spielt, aber Flash wird mir das schon zeigen.

Inzwischen habe ich auch schon meine Scheu vor fremden Menschen etwas abgelegt, denn ich war ein paarmal mit im Laden und da kommt ja ständig jemand. Meine Neugier ist mittlerweile schon fast größer als meine Angst und so kann ich doch schon manchmal auf Leute zugehen. Bisher hat mir niemand etwas Böses getan. Im Gegenteil! Alle sind ganz wild darauf mich zu knuddeln, den "Neuen", sehr zu Flash´s Leidwesen. Jetzt bin ich erst mal dran!!!
Aber er nimmt es mir nicht übel, schließlich habe ich ja einiges nachzuholen und ich genieße mein neues Leben hier wirklich in vollen Zügen.
Ich kann Schuhe anknabbern, Papiertücher zerfetzen, Handytaschen durchlöchern, Handtaschen plündern, es gibt sooo viel zu erkunden, es wird nie langweilig...

Nun bin ich schon 7 Wochen hier und habe mich richtig toll eingelebt. Meine Menschen sind stolz auf mich, weil ich mich wirklich anstrenge, alles zu lernen und richtig zu machen.
Ich mache nicht mehr so viel kaputt wenn ich alleine bleiben muß (es ist ja auch nicht mehr so viel da), ich lerne so langsam wie man spielt und hab schon viele neue Freunde beim "Gassigehn" gefunden.






Naja, manchmal bin ich noch etwas schusselig vor lauter Übermut, da schlag ich mir schon mal den Kopf irgendwo an oder stolpere über meine eigenen Beine, aber bisher ist nichts ernsthaftes passiert.
Damit das auch so bleibt, hat Frauchen für mich gleich mal zwei Schutzengel engagiert, die immer auf mich aufpassen.